Zum 1. Januar erhöht die Deutsche Post die Preise für Briefe, Postkarten und andere Sendungen. Grund für die Preisanpassungen sind Kostensteigerungen durch höhere Lohn- und Transportkosten sowie die in den vergangenen Monaten stark gestiegene Inflationsrate.
Ab dem 1. Januar 2025 kostet der Standardbrief 95 Cent. Somit steigt der Preis um 10 Cent. Die Postkarte kostet 75 Cent und ist um 10% Cent teurer. Bei einem maximal 50 Gramm schweren Kompaktbrief gibt es einen Portoaufschlag von 5 Cent auf 1,10 Euro.
Außerdem werden die Preise für das Einschreiben und Einschreiben Einwurf um 15 Cent erhöht auf 2,85 Euro bzw. 2,50 Euro.
Die Übersicht der neuen Preise:
Sendungsart
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Neuer Preis 2025
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Bisheriger Preis
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Standardbrief (bis 20 g)
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0,95 €
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0,95 €
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Kompaktbrief (bis 50 g)
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1,10 €
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1,00 €
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Großbrief (bis 500 g)
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1,80 €
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1,60 €
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Maxibrief (bis 1000 g)
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2,90 €
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2,75 €
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Postkarte (national)
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0,75 €
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0,70 €
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Was tun mit alten Briefmarken?
Ein Umtausch vorhandener Briefmarken ist nicht nötig aber sie müssen zusätzlich frankiert werden. Alte Briefmarken können für die Frankierung von Sendungen mit der Deutschen Post weiterverwendet werden.
Wer dies in den ersten Tagen nach der Preiserhöhung nicht tut und Briefe nur mit den alten Marken verschickt, dürfte aber Glück haben. "Wir lassen in den ersten Tagen des neuen Jahres Kulanz gelten und werden die unterfrankierten Briefe nicht sofort zurückschicken", sagte ein Post-Sprecher. Das wurde auch in der Vergangenheit so gehandhabt.
Was tun mit bereits gekauftem Internetmarken?
Grundsätzlich ist eine Kombination von E-Porto (Internetmarken) und konventionellen Briefmarken nicht erlaubt. In der Übergangszeit nach Portoerhöhungen wird die Verwendung konventioneller Ergänzungsmarken jedoch erlaubt.
Warensendung und Büchersendung 2025
Auch bei den Bücher- und Warensendungen hat sich seit Oktober 2024 das Modell geändert. Es gibt nun nur noch eine einheitliche Warensendung, die sich flexibel erweitern lässt.
- Warensendung bis 1.000 g: 2,70 €
- Zuschlag für Gewicht bis 2.000 g: + 0,85 €
→ Gesamtpreis: 3,55 €
Diese Versandart ist weiterhin unversichert und ohne Sendungsverfolgung. Sie eignet sich besonders für flache Gegenstände, Bücher, Kleidung oder Kleinteile und ist preislich attraktiv für Händler, Plattformverkäufer und Privatversender.
Wichtig: Warensendungen müssen mit dem Vermerk „Warensendung“ gekennzeichnet sein. Persönliche Mitteilungen sind nicht erlaubt – nur Rechnungen, Lieferscheine oder ähnliche Begleitdokumente.
Einschreiben – Preisanpassung auch hier
Für den Zusatzservice Einschreiben gelten 2025 folgende Preise:
Einschreibeart | Preis 2025 |
Einschreiben Einwurf
| 2,50 €
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Einschreiben Standard
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2,85 €
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Einschreiben Eigenhändig
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5,35 €
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Diese Gebühren kommen jeweils zusätzlich zum Porto des gewählten Briefformats hinzu.
Was tun mit alten Briefmarken?
Bereits gekaufte Briefmarken behalten ihre Gültigkeit. Sie können einfach mit Ergänzungsmarken auf den neuen Betrag gebracht werden. Ein Umtausch ist nicht nötig.
Die Deutsche Post weist darauf hin, dass in den ersten Tagen nach einer Preisanpassung kulant mit unterfrankierten Sendungen umgegangen wird – erfahrungsgemäß werden sie nicht sofort zurückgeschickt.
Paketpreise für Privatkunden
Im Bereich der Paketprodukte blieben die Preise für Privatkunden 2025 stabil. Anpassungen betrafen vor allem Geschäftskunden und das internationale Paketgeschäft.
Fazit: Porto 2025 – moderate Erhöhung, klare Struktur
Die Preiserhöhungen zum 1. Januar 2025 fallen moderat aus, orientieren sich aber an den steigenden Betriebskosten der Deutschen Post. Insbesondere beim Briefversand und der Warensendung bleibt der nationale Versand weiterhin günstig – sofern Maße und Gewichte korrekt eingehalten werden. Für private und gewerbliche Versender gilt daher: Preise prüfen, Produkte sorgfältig wählen – und so beim Versand bares Geld sparen.