| Die Konkurrenz der Deutschen Post AG |

Bislang dürfen private Zustelldienste nur in sehr engen Grenzen Briefzustellungen übernehmen. Um eine Brieflizenz beantragen zu können, muss der Briefdienst einen höherwertigen Service als die Post anbieten. Höherwertigerer Service bedeutet zum Beispiel die Zustellung binnen 12 Stunden, die Abholung der Sendungen an der Haustür oder Sendungsverfolgung. In den meisten Fällen ist dieser Service auf Geschäftskunden beschränkt, die ein hohes Briefaufkommen haben. Das Angebot auf private Kunden auszuweiten lohnt sich wirtschaftlich noch nicht. Dafür müsste eine Infrastruktur mit Briefkästen und Briefshops geschaffen werden. Auch für Privatkunden müsste ein höherwertiger Service angeboten werden. Nach Schätzungen des Bundesverbandes der KEP-Dienstleister (BdKEP) haben etwa 39 % der Lizenznehmer wegen der hohen Auflagen, die sie gegenüber der Post AG benachteiligen, bereits aufgegeben. Da zudem die Chance auf Markterweiterung fehlt, ist die Tendenz weiterer Anträge auf Brieflizenzen rückläufig.
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