Briefmonopol


Fazit

Auf dem deutschen Briefmarkt wird es mindestens bis 2007 keinen Wettbewerb geben. Die Vergabe von Lizenzen an alternative Briefdienste wird weiter zurückgehen, da ein wirtschaftliches Überleben als regional eingeschränkter Briefdienst fast unmöglich ist. Ausländische Investoren werden sich zurückziehen. Einige bestehende alternative Briefdienste werden zur Aufgabe gezwungen sein, die bestehenden Arbeitsplätze fallen weg.

Für den Verbraucher wird sich wenig ändern. Für Privatpersonen gibt es kaum eine Möglichkeit, Briefe bis 200 Gramm günstiger als bisher zu verschicken. Für die Deutsche Post besteht kein Druck durch alternative Anbieter, die Preise zu senken. Bislang zahlen Postkunden in Deutschland nach Angaben der EU mehr Porto als in allen übrigen Ländern der Europäischen Union. Auch beim Service ist zu erwarten, dass Dienste wie Sendungsverfolgung oder Zustellung binnen 12 Stunden in den nächsten Jahren nur Geschäftskunden vorbehalten bleiben wird.


(Juli 2002)

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