Mentana-Claimsoft verschlüsselt De-Mails 

Der Postdienst Mentana-Claimsoft bietet beim De-Mail-Versand nun eine Ende-zu-Ende- Verschlüsselung an. Die Kunden können selbst entscheiden, ob sie die Verschlüsslung nutzen.

Mit der De-Mail können Verbraucher Emails als verbindliche, elektronische Briefe versenden. Die De-Mail Anbieter müssen einen Zertifizierungs­prozess durchlaufen. Hier wird festgestellt, ob die technischen Erfordernisse erfüllt werden. Der Gesetzgeber gab jedoch keine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für den Service vor.

Grund für die fehelende Verschlüsselung ist laut dem Tochterunternehmen von Francotyp-Postalia der Virencheck, den die De-Mails beim Versand durchlaufen. Dieser Check schließe eine Verschlüsselung aus. Der Geschäftsführer der Mentana-Claimsoft, Axel Janhoff, erklärt: "Von jeder verschickten De-Mail erstellen wir – genau wie die anderen Anbieter auch – eine Kopie, die auf unseren Servern kurz entschlüsselt und nach Viren gescannt wird. Ist sie virenfrei, geht die De-Mail weiter ins Postfach des Empfängers."

Bei einer Ende-zu-Ende-Verschlüsselung kann das Unternehmen die De-Mail nicht für den Virencheck öffnen. Nur der Empfänger kann die Nachricht lesen. Damit eigne sie sich insbesondere für den Versand von sensiblen Daten. Mentana-Claimsoft biete den Geschäftskunden nun eine optionale Ende-zu-Ende- Verschlüsselung an.

Die Verschlüsselung verläuft über das Gateway von Mentana-Claimsoft. Wenn ein Unternehmen seine De-Mails über ein solches Gateway verschickt, kann es seine De-Mails nun über eine Ende-zu-Ende- Verschlüsselung absichern. Die entsprechende Einstellung könnten Administratoren über die Weboberfläche des Gateways vornehmen.