28.05.2010

Umsatzrückgang: GLS plant Preiserhöhung

GLS TruckDer Paketdienstleister GLS hat seine Jahresbilanz 2009/10 bekannt gegeben. Der europaweit tätige Paket-, Express- und Logistikdienstleister ist transportierte fünf Millionen Pakete weniger als im Vorjahr, Umsatz und Rendite sanken um 100.000,- Euro. Laut GLS ist das die Folge des Preisdrucks im KEP-Markt.

Insgesamt transportierte die GLS-Gruppe 345 Millionen Pakete (Vorjahr: 350 Mio.), der Umsatz sank von 1,8 Milliarden auf 1,7 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis (EBITA) ging im Betrachtungszeitraum - April 2009 bis März 2010 - um 15,3 Prozent auf 132 Millionen Euro zurück. Die EBITA-Marge betrug 7,9 Prozent, nach 8,7 Prozent im Vorjahr.

"Die Entwicklung ist eine Folge der harten Preiskämpfe, die Wettbewerber als Reaktion auf die weltweite Rezession in Gang gesetzt haben, um Mengen mit Hilfe von Preisnachlässen zu halten", sagt Rico Back, Vorstandschef der GLS-Gruppe. "In einigen Ländern und Regionen Europas resultierte daraus ein deutlicher Preisverfall, den es nun zu stoppen gilt."

Preiserhöhungen geplant

Dafür hat das Unternehmen auch schon einen Plan. Die Preise sollen steigen. Rico Back: "GLS bietet eine hohe Qualität und tätigt regelmäßig die dafür notwendigen Investitionen - auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten. Wer diese Qualität jedoch will, muss auch bereit sein, sie zu honorieren. Wir werden darum die Preise in allen Ländern anheben."

In Deutschland hatte der Konzern die Preise für Geschäftskunden bereits zum 1. April 2010 um rund 2,8 Prozent angehoben. Auf Nachfrage von posttip.de erklärte eine Unternehmenssprecherin, dass weitere Erhöhungen in Deutschland nicht geplant seien. Vielmehr beziehe sich die Ankündigung auf die Länder, in denen die Preissteigerung noch aussteht. Die Paketshop-Preise seien im Übrigen nicht betroffen, betonte der Paketdienstleister.

Mit den Mehreinnahmen will GLS allerdings nicht nur Bilanzen aufpolieren, der Paketdienstleister plant auch Investitionen. Rund 50 Millionen Euro sollen in den Kauf von Grundstücken, in Gebäude und Förderanlagen sowie in die europaweite Harmonisierung und Weiterentwicklung der Informationstechnologie fließen.

Stagnierende Geschäftsentwicklung erwartet

Im neuen Geschäftsjahr rechnet GLS mit einer nur leichten Erholung der Wirtschaft und damit des KEP-Marktes. Man erwarte daher für 2010/11 eine stagnierende Geschäftsentwicklung, heißt es aus Amsterdam.

Foto: © GLS

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