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25.03.2010

Geschäftsbriefe bei der Post womöglich bald teurer

Noch hat sich die Deutsche Post nicht auf neue Preise für Geschäftsbriefe ab Juli dieses Jahres festgelegt. Das sagte der Vorstandsvorsitzende der Post, Frank Appel, in einem Interview mit der "Financial Times Deutschland". Zum 1. Juli 2010 fällt das Umsatzsteuerprivileg der Post für Geschäftsbriefe.

Damit ließ Appel offen, ob nicht vorsteuerabzugsfähige Geschäftskunden künftig für ihre Briefe 19 Prozent mehr zahlen müssen. "Das entscheiden wir erst kurz vor Eintritt der neuen Regelung, um dem Wettbewerb keine Einblicke in unsere Preispolitik zu geben", sagte Appel der Zeitung.

Ob sich der Universaldienst nach dem Wegfall der Umsatzsteuerbefreiung noch lohnt, ist nach Ansicht des Postchefs Sache der Politik. Die Politik müsse klären, ob der Universaldienst in seiner derzeitigen Form noch erforderlich ist.

Große Erwartungen stellt Appel an die Einführung des Online-Briefs. Die Post schaffe mit dem Angebot eine Plattform für den sicheren Austausch von Informationen und Dienstleistungen. Von dem Konkurrenzprojekt De-Mail lässt sich der Postchef wenig beeindrucken. Zwar leitet der Bund die Koordination des De-Mail-Projekts, aber die Gemeinden und Städte entscheiden, mit wem sie zusammenarbeiten wollen.

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